Reiseimpfungen für Kinder

Strand, Väter, Kind © PhotoDisc

Kinder auf Reisen

Bedenken Sie vor jeder geplanten Fernreise, dass die Zeitverschiebung, veränderte Tagesabläufe und ungewohnte Nahrungsmittel für Kinder ein größere Umstellung bedeuten als für Erwachsene. Auch Infektionen und Flüssigkeitsverluste (Schwitzen, Durchfall) verkraften sie wesentlich schlechter. Ferien in einer großen Hotelanlage sind dabei weniger kritisch als Abenteuer- und Trekkingreisen. Besonders in Malaria-Risikogebieten sind sie mit kleinen Kindern nicht zu empfehlen. Kinder unter acht Jahren sollten nicht in tropische oder subtropische Regionen verreisen, rät der Berufsverbandes der Kinder und Jugendärzte.

Impfungen

Für viele Länder werden spezielle Reiseimpfungen empfohlenen oder sogar vorgeschrieben. Ob geimpft werden muss oder nicht, hängt aber auch von den näheren Umständen des Aufenthalts ab. Zum Beispiel, wie lange Sie bleiben, wo sie wohnen, was Sie essen, ob Sie nur am Strand liegen oder durch das Land reisen. Grob gesagt birgt ein reiner Strandurlaub im Hotel weniger Gefahren als Ausflüge im Land auf eigene Faust. Besprechen Sie deshalb vor jeder Fernreise mit einem Arzt sorgfältig den Nutzen und die Risiken der Schutzmaßnahmen für das Kind.

Außerdem ist ein altersentsprechender Impfschutz aller in Deutschland üblichen Schutzimpfungen sehr wichtig. Dazu zählen die Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatits B, Meningokokken, Pneumokokken, Masern, Mumps, Windpocken und Röteln. Denn auch diese Erkrankungen kommen in vielen Ländern viel häufiger vor als in Deutschland.

Von einer Impfung gegen Tuberkulose rät die Ständige Impfkommission (STIKO) des Rober Koch-Instituts ab. Das gilt auch dann, wenn Sie für längere Zeit in Tuberkulosegebiete reisen und dort Kontakt zur einheimischen Bevölkerung haben. Der Grund: Es ist ungewiss, wie wirksam der Impfstoff ist. Außerdem kann die Impfung bei Kindern mit gestörtem Immunsystem schwerwiegende Folgen haben. Ein solcher Immundefekt ist bei Kindern schwer zu erkennen, er zeigt sich erst im Erwachsenenalter.

Planen Sie die Impfungen möglichst rechtzeitig, damit bei der Abreise ein ausreichender Impfschutz besteht. Achten Sie bei längeren Auslandsaufenthalten darauf, dass der Impfplan wie in Deutschland üblich weitergeführt wird.

Mindestalter für Reiseimpfungen

Impfung Mindestalter
Cholera 2 Jahre
FSME 1 Jahr
Gelbfieber 6 Monate
Hepatitis A 1 Jahr
Japanische Enzephalitis 1 Jahr
Tollwut keine Beschränkung
Typhus 2 Jahre
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