Knoten in der Brust - was nun?

Brustkrebs, Knoten, tasten © Photocase.de/Una Knipsolina

Jede Frau reagiert alarmiert, wenn sie in ihrer Brust etwas Ungewöhnliches tastet oder ihr Arzt etwas Auffälliges feststellt. Ein Knoten bedeutet aber nicht automatisch Brustkrebs (Mammakarzinom). Die meisten Verhärtungen, Schwellungen und Knubbel haben harmlose Ursachen.

Gutartige Knoten - Fibroadenome, Zysten, Mastopathie

Bei vielen jungen Frauen wuchern hormonabhängig Knoten aus Bindegewebszellen. Diese sogenannten Fibroadenome sind gutartig und erhöhen das Brustkrebsrisiko nicht. Hinter manchen tastbaren Knubbeln verbergen sich Zysten - harmlose Flüssigkeitsansammlungen im Drüsenläppchen. Häufig wird der Busen auch härter, knotig und spannt, weil sich auf beiden Seiten Bindegewebe vermehrt oder Zysten entstehen. Auch diese Veränderung, im Fachjargon Mastopathie, ist gutartig.

Die gutartigen Knoten in der Brust entstehen oft unter Hormoneinfluss und verschwinden nach der Menstruation wieder. Zur Sicherheit sollten Sie trotzdem Ihrem Arzt zeigen, was Sie entdeckt haben.

Der auffällige Befund

Egal ob selbst ertastet oder beim Brustkrebs-Screening entdeckt - lassen Sie jede Auffälligkeit abklären. Dafür sind weitere Untersuchungen erforderlich.

Zunächst wird Ihr Gynäkologe beide Brüste und die Lymphknotenstationen der Achselhöhlen gründlich abtasten. Schätzt auch er die Veränderung als unklar ein, folgt in der Regel eine Mammografie. Die Röntgenuntersuchung der Brust kann beispielsweise feine Verkalkungen im Gewebe (Mikrokalk) sichtbar machen, die ein Zeichen für Umbauvorgänge im Gewebe sind. Mikrokalk kann ein Hinweis auf eine Vorstufe von Brustkrebs oder schon Teil eines bösartigen Mammakarzinoms sein. Die Mammografie kann außerdem Knoten (Verdichtungen), Hautverdickungen, Asymmetrien und Architekturstörungen der Brust sichtbar machen.

Zusätzlich kann eine Ultraschalluntersuchung wichtige Informationen liefern. Manchmal ist auch eine Kernspintomografie der Brüste sinnvoll, etwa wenn vermutet wird, dass an mehreren Stellen der Brust Tumore wachsen.

Biopsie - Gewebeprobe gibt Gewissheit

Endgültige Klarheit, ob eine Veränderung gutartig oder bösartig ist, gibt erst eine Gewebeprobe (Biopsie). Die Standardmethode zur Gewebeentnahme ist die Stanzbiopsie. Die Untersuchung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und verursacht kaum Schmerzen. Die Gewebeproben müssen dann von einem Spezialisten für Gewebe- und Zelluntersuchungen (Pathologen) mikroskopisch beurteilt werden. Findet er Krebszellen, gilt die Diagnose Brustkrebs als gesichert.

Mehr zum Thema

  • Brustkrebs: Brustaufbau nach Operation aus Rückenmuskel, Brustkrebs, Brustaufbau, Rückenmuskeln, körpereigenes Gewebe,
    © NetDoktor.de

    Brustaufbau nach Krebsoperation (Brustrekonstruktion)

    Nach einer Brustkrebsoperation lässt sich Brust wieder aufbauen. Hier erfahren Sie alles über die wichtigsten Methoden - von Silikonimplantaten bis zum Brustaufbau aus körpereigenem Gewebe mehr

  • Frau; Brustkrebs;, Frau, Brustkrebs,
    © PhotoDisc

    Brustkrebs (Mammakarzinom)

    Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Die wichtigsten Formen der Knoten in der Brust, Zahlen und Häufigkeiten des Mammakarzinoms finden Sie hier. mehr

  • Brustkrebs: Rollodex mit Adressen, Brustkrebs, Adressen, Selbsthilfe, Internet,
    © Project Photos

    Brustkrebs - Adressen und Anlaufstellen

    Die die wichtigsten Adressen und Anlaufstellen zum Thema Brustkrebs: zertifizierte Brustzentren, Informationsseiten, Selbsthilfegruppen, Psychoonkologen. mehr

  • Brustkrebs: Frau mit Mitte 50, Brustkrebs, Frau, Risikofaktoren, Alter
    © GettyImages

    Brustkrebs - Allgemeine Risikofaktoren

    Ob eine Frau Brustkrebs bekommt, oder nicht, lässt sich nicht vorhersagen. In den letzten Jahrzehnten haben Forscher jedoch mehrere Risikofaktoren identifiziert, die beim Tumorwachstum eine Rolle spielen. mehr

  • Brustkrebs-Hormontherapie: Weiße Pillen in der Packung, Brustkrebs, Hormontherapie, Medikamente, Pillen,
    © NetDoktor.de

    Brustkrebs - Anti-Hormontherapie

    Alles rund um die Anti-Hormontherapie bei Brustkrebs: Wann kommt sie in Frage? Welche Medikamente werden eingesetzt? Welche Nebenwirkungen löst der Hormonentzug aus? mehr

Angemeldet
Zugang zum Mitgliederbereich Login

Anmelden

Sie haben schon ein Zugang eingerichtet?
Dann geben Sie bitte Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort in die unten stehenden Felder ein.


Passwort vergessen?

Zugang einrichten

Um den Mitgliederbereich nutzen zu können, müssen Sie zunächst einen Zugang anlegen. Bitte halten Sie Ihre Service- oder Mitgliedsnummer bereit. Sie legen Benutzernamen und Passwort fest, mit denen Sie sich jederzeit anmelden können.


Neuen Zugang einrichten


Sicherheitshinweis! Ihre Zugangsdaten wie Mitglieds- oder Servicenummer werden beim Anmeldeprozess nicht gespeichert!

Passwort vergessen?

Sie haben Ihr Passwort vergessen?
Kein Problem: Geben Sie Ihren Benutzernamen in das unten stehende Fenster ein und klicken Sie auf "Abschicken". Ihnen wird umgehend ein neues Passwort an Ihre gespeicherte E-Mail Adresse geschickt.
Dieses Passwort können Sie jederzeit wieder ändern.


Mitgliederbereich

Der Zugang zum Mitgliederbereich ist für unsere Kunden reserviert.



Versicherungs- oder Servicenummer eingeben

Legen Sie Ihre Zugangsdaten fest


Abbrechen

Brustkrebs Lexikon