Brustkrebs - Allgemeine Risikofaktoren
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Ob eine Frau Brustkrebs bekommt oder nicht, ist nicht vorherzusagen. Auch lässt sich in den allermeisten Fällen keine eindeutige Ursache für den Brustkrebs ausmachen. In den letzten Jahrzehnten haben Forscher jedoch mehrere Faktoren identifiziert, die bei der Entwicklung eines Mammakarzinoms eine Rolle spielen.
Die meisten Risikofaktoren, zum Beispiel das Alter oder die erbliche Veranlagung, sind nicht beeinflussbar. Andere wie etwa das Übergewicht, können Sie jedoch aktiv angehen und so Ihr Krebsrisiko senken.
Brustkrebs-Risikofaktoren im Überblick:
- Alter > 50 Jahre,
- Brustkrebserkrankung einer engen Verwandten,
- frühe erste Menstruation oder späte Wechseljahre,
- Kinderlosigkeit,
- Hormonersatztherapie in den Wechseljahren,
- höhergradige Mastopathie,
- frühere Brustkrebserkrankung,
- Übergewicht,
- Bewegungsmangel,
- übermäßiger Alkoholkonsum.
Lebensalter
Nach dem 30. Geburtstag fällt es dem Körper mit jedem Jahr schwerer, Schäden am Erbgut seiner Zellen zu reparieren. Das Krebsrisiko steigt deshalb mit zunehmendem Alter. Schon 40-jährige Frauen sind stärker gefährdet als jüngere. Zwei Drittel der Betroffen sind bei der Diagnose allerdings 60 Jahre oder älter.
Erbliche Veranlagung
In manchen Familien scheinen sich Brustkrebsfälle zu häufen. Tatsächlich gibt es eine erbliche Veranlagung für die Krankheit. Ist eine enge Verwandte betroffen – zum Beispiel die Mutter, eine Schwester oder eine Tochter, steigt das Risiko selbst an Brustkrebs zu erkranken.
In den letzten Jahren wurden mehrere vererbbare Genveränderungen identifiziert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Brustkrebs auslösen. Diese Fälle von familiärem Brustkrebs sind allerdings relativ selten und betreffen nur rund fünf Prozent der Erkrankten.
Hormone
Weibliche Sexualhormone spielen eine entscheidende Rolle bei der Brustkrebsentstehung. Frauen, die bei der ersten Regelblutung jünger als zwölf Jahre sind, spät in die Wechseljahre kommen, nie schwanger waren oder ihr erstes Kind erst nach dem 30. Geburtstag bekommen, erkranken häufiger an Brustkrebs. Umgekehrt scheinen Schwangerschaften in jungen Jahren, mehrere Geburten und lange Stillzeiten vor Brustkrebs zu schützen. Das Erkrankungsrisiko scheint also umso höher zu sein, je länger Östrogene auf das Gewebe einwirken.
Heute weiß man, dass auch synthetische Hormone das Brustkrebsrisiko erhöhen. Für die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren ist dieser Zusammenhang eindeutig belegt. Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille haben dagegen nach derzeitigem Wissensstand keinen Einfluss auf die Krebsentstehung.
Gutartige Veränderungen (Mastopathien)
Knotige Veränderungen im Brustgewebe sind in den allermeisten Fällen gutartig und haben keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko. In seltenen Fällen kann aus gutartigen Verhärtungen, im Fachjargon Mastopathie, jedoch ein bösartiger Tumor entstehen. Um dieses Risiko einschätzen zu können, muss manchmal eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) und unter dem Mikroskop untersucht werden.
Mediziner unterteilen Mastopathien in folgende drei Schweregrade:
- Mastopathie Grad I: knotiges Gewebe ohne überschießendes Wachstum (nicht proliferative Mastopathie);
- Mastopathie Grad II: einzelne Zellen wachsen stärker, sehen aber weitgehend normal aus (proliferative Mastopathie ohne Atypien);
- Mastopathie Grad III: teilweise überschießendes Wachstum mit einzelnen atypisch veränderten Zellen (atypische Hyperplasie);
Ausgeprägte Zellveränderungen und überschießendes Wachstum scheinen das Krebsrisiko zu erhöhen, sie sind jedoch keine echten Krebsvorstufen. Die meisten Frauen erkranken trotz Mastopathie nie an Brustkrebs.
Frühere Brustkrebserkrankung
Ist eine Frau bereits an Brustkrebs erkrankt, steigt das Risiko, dass irgendwann auch in ihrer anderen Brust ein Tumor wächst.
Lebensstil
In vielen Studien wurde belegt, dass auch der Lebensstil Einfluss auf die Krebsentstehung hat. Übergewicht erhöht das Brustkrebsrisiko ebenso wie übermäßiger Alkoholkonsum und Bewegungsmangel.
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